• Sucht und die Bestie
    vom Pakt zum Bruch EinleitungEs beginnt selten mit „Sucht“. Es beginnt mit Erleichterung. Mit einem Schluck, der die Kante glättet. Mit einer Tablette, die den Lärm im Kopf leiser stellt. Mit einem Klick, der für zehn Minuten das Loch stopft. Mit einem Spiel, das das Zittern der Innenwelt in Regeln gießt – Sieg, Verlust, nochmal.Und… Read more: Sucht und die Bestie
  • Der innere Kritiker als Chef
    Kündigung ohne Krieg EinleitungDer innere Kritiker wird oft wie ein Fehler behandelt. Wie ein Störgeräusch, das man „wegtherapieren“ müsste. Aber das verkennt seine Funktion. Der innere Kritiker ist selten nur Hass auf sich selbst. Er ist häufig eine Form von Qualitätssicherung. Ein System, das verhindern will, dass etwas schiefgeht: Blamage, Ablehnung, Scheitern, Kontrollverlust.Er klingt hart,… Read more: Der innere Kritiker als Chef
  • Die Kunst des Nein – Grenzen ohne Schuld
    EinleitungViele scheitern nicht an Aufgaben. Sie scheitern an Grenzen.Nicht, weil sie unfähig wären. Sondern weil sie sich innerlich in einem alten Vertrag bewegen: „Wenn ich Nein sage, verliere ich etwas.“ Sympathie. Zugehörigkeit. Ruhe. Liebe. Und so wird das Nein nicht zu einer einfachen Entscheidung, sondern zu einem Risiko. Ein Wort, das sich anfühlt wie ein… Read more: Die Kunst des Nein – Grenzen ohne Schuld
  • Das innere Pflichtenheft – wenn Leistung zur Identität wird
    Nicht Krankheit, sondern Selbstwert-Vertrag: „Ich bin, wenn ich leiste.“ EinleitungEs gibt Menschen, die nicht arbeiten, um etwas zu erreichen, sondern arbeiten, um zu existieren. Bei ihnen ist Leistung kein Mittel. Leistung ist Identität. Und Identität ist nicht verhandelbar. Wer so lebt, kennt den Satz, auch wenn er selten ausgesprochen wird: „Wenn ich aufhöre, falle ich… Read more: Das innere Pflichtenheft – wenn Leistung zur Identität wird
  • Rituale, die halten – Mikropraktiken für brüchige Tage
    Alltags-Skills quer über Störungen, Wenn-Dann-Pläne aus der kVT und die radikale Idee, Hoffnung nicht zu fühlen, sondern zu operationalisieren. EinleitungBrüchige Tage haben eine eigene Physik. Man steht auf und merkt: Heute trägt mich nichts. Nicht der große Sinn, nicht die großen Ziele, nicht die großen Worte. Alles wirkt zu weit weg, zu schwer, zu abstrakt.… Read more: Rituale, die halten – Mikropraktiken für brüchige Tage
  • Das innere Tribunal – wenn Gerechtigkeit zur Selbstfolter wird
    Moralischer Perfektionismus, Selbstanklage und die heimliche Idee, dass man sich nur lange genug bestrafen muss, um wieder „gut“ zu sein. EinleitungManche Menschen leiden nicht an mangelnder Moral, sondern an zu viel Moral – genauer: an einer Moral, die keine Gnade kennt. Sie haben ein starkes Gewissen, einen hohen Anspruch an Fairness, Verantwortung, Integrität. Von außen… Read more: Das innere Tribunal – wenn Gerechtigkeit zur Selbstfolter wird
  • Der Algorithmus in uns – kognitive Dogmen als stille Diktatur
    Kognitive Triade, ABC-Modell und die Radikalität einer These: Freiheit ist kein Gefühl. Freiheit ist Training. EinleitungEs gibt eine Form von Unfreiheit, die nicht wie Gefängnis aussieht. Keine Mauern, keine Gitter, kein Wächter. Sie wirkt sogar, als wäre sie „ich“. Als wäre sie Persönlichkeit. Charakter. Wahrheit.Und genau darin liegt ihre Macht: Sie ist unsichtbar, weil sie… Read more: Der Algorithmus in uns – kognitive Dogmen als stille Diktatur
  • Konflikte führen lernen – Klarheit ohne Grausamkeit
    Konfliktkompetenz als Kern von Coaching. Und die radikale Trennung zweier Begriffe, die viele verwechseln: Respekt und Härte. EinleitungKonflikte sind kein Betriebsunfall des Zusammenlebens. Sie sind der Normalfall, sobald zwei Menschen unterschiedliche Bedürfnisse, Prioritäten, Wahrheiten und Grenzen haben. Das Problem ist nicht, dass es Konflikte gibt. Das Problem ist, dass die meisten von uns nie gelernt… Read more: Konflikte führen lernen – Klarheit ohne Grausamkeit
  • Der Körper als Archiv – wenn Schmerz erinnert, was Worte nicht sagen
    Somatoforme Störungen, affektive Inkapselung und die Radikalität einer These: Schmerz ist nicht nur Symptom, sondern Dokument. EinleitungEs gibt Schmerzen, die sich nicht „wegtherapieren“ lassen, weil sie nicht nur in Muskeln sitzen, nicht nur in Nervenbahnen, nicht nur in Fehlhaltungen oder degenerativen Prozessen. Es sind Schmerzen, die wie eine Sprache wirken – nur dass niemand sie… Read more: Der Körper als Archiv – wenn Schmerz erinnert, was Worte nicht sagen
  • Beziehung als Spiegel – Trigger lesen lernen
    Coaching an der Schnittstelle: Konflikt = Daten. Und Nähe ist keine Magie, sondern ein Handwerk. EinleitungViele Menschen kommen nicht in die Beratung, weil sie „eine schlechte Beziehung“ haben. Sie kommen, weil sie immer wieder an derselben Stelle scheitern – und nicht verstehen, warum. Der Konflikt sieht jedes Mal anders aus: ein Satz, ein Blick, ein… Read more: Beziehung als Spiegel – Trigger lesen lernen
  • Narzissmus – Spiegel, Maske und die Leere dahinter
    EinleitungDer Spiegel ist kalt. Er zeigt ein Gesicht, das lächelt, posiert, kontrolliert – doch hinter dem Glas bleibt eine Frage: Wer sieht mich wirklich?Narzissmus ist mehr als Eitelkeit, mehr als die oberflächliche Pose, die wir so leicht verurteilen. Es ist das Drama einer Persönlichkeit, die ständig zwischen Glanz und Abgrund schwankt.Die klinische Sprache nennt es… Read more: Narzissmus – Spiegel, Maske und die Leere dahinter
  • Angst und Kontrolle
    Warum wir Sicherheit suchen und Freiheit verlieren Einleitung – Angst als UrkraftAngst ist älter als jede Sprache. Älter als jedes Gesetz, älter als jede Religion. Sie war da, lange bevor wir Worte fanden, sie zu benennen. Angst ist die Urkraft, die uns seit Anbeginn begleitet. Sie ist das Zucken im Körper, wenn im Dunkel ein… Read more: Angst und Kontrolle
  • Mentale Gesundheit ist kein Luxus.
    Sie ist die Grundlage für alles. Wir reden oft über Leistung, selten über das, was sie trägt. Über mentale Gesundheit – und wie brüchig sie wird, wenn wir sie nur als „Ressource“ begreifen. In Wirklichkeit ist sie kein Bonus, sondern das Fundament, auf dem alles steht: Konzentration, Empathie, Kreativität, Entscheidungsfähigkeit. Wer sich selbst verliert, kann… Read more: Mentale Gesundheit ist kein Luxus.
  • Der süße Abgrund
    Melancholie zwischen Krankheit und schöpferischer Kraft Einleitung – Das Wort „Melancholie“Es gibt Worte, die mehr tragen als ihre klinische Übersetzung. „Depression“ klingt nach Diagnose, nach Formular, nach Medikamentenplan. „Melancholie“ klingt nach Tiefe, nach Schwermut, nach einem Blick in den Abgrund – aber auch nach Schönheit. Seit Jahrhunderten begleitet dieses Wort die Menschheit. Die alten Griechen… Read more: Der süße Abgrund
  • Die brüchigen Gefäße des Denkens
    Vaskuläre Demenz als zerhackte Zeit Teil 1 – EinleitungManchmal beginnt das Verschwinden nicht mit einem Vergessen, sondern mit einem Splittern. Nicht das Gedächtnis löst sich zuerst auf, sondern der Zusammenhang. Der Faden reißt, an dem das Denken sonst seine Ordnung webt. Sätze bleiben halbfertig in der Luft hängen, Gedanken springen wie scheue Tiere über Abgründe,… Read more: Die brüchigen Gefäße des Denkens
  • ADHS im Erwachsenenalter
    Einleitung – Das leise Beben der WahrnehmungEs gibt Menschen, deren Bewusstsein nie in der Welt ankommt, wie sie ist. Sie stehen daneben – halb Zuschauer, halb Stromquelle – und spüren in jedem Moment zu viel. Nicht, weil sie unaufmerksam wären, sondern weil sie alles zugleich bemerken: das Gespräch nebenan, den Schatten an der Wand, den… Read more: ADHS im Erwachsenenalter
  • Brennen ohne Boden
    Borderline als Sturmkante der Gefühle Teil 1 – EinleitungEs gibt Menschen, die brennen – aber nicht wie Kerzen, die Wärme spenden, sondern wie Feuer in der Hand: schön, gefährlich, unhaltbar. Man kann sich nicht abwenden, aber auch nicht festhalten, ohne selbst zu glühen. Das ist die Atmosphäre, in der Borderline-Erleben stattfindet – dort, wo Gefühl… Read more: Brennen ohne Boden
  • ADHS im Zusammenspiel mit Autismus, Borderline und Sucht
    Das Thema der „Komorbidität“ Einleitung – ADHS kommt selten alleinADHS ist kein einzelner Gast im Haus der Psyche. ADHS kommt selten allein. Es bringt Freunde mit – oder Feinde. Manchmal leise, manchmal laut, manchmal heimlich, manchmal mit voller Wucht. Das Fachwort dafür heißt „Komorbidität“. Ein kaltes, technisches Wort, hinter dem sich Schicksale verbergen. Komorbidität heißt:… Read more: ADHS im Zusammenspiel mit Autismus, Borderline und Sucht
  • Sucht: eine eigenständige Krankheit oder eine mögliche Persönlichkeitsstörung?
    Einleitung – Das Rätsel der SuchtSucht. Ein kleines Wort – und doch ein Abgrund. Wir verwenden es beiläufig: „Er ist süchtig nach Schokolade“, „Sie ist süchtig nach Likes“. Aber wenn wir es ernst meinen, wenn wir über echte Abhängigkeit sprechen, dann wird das Wort schwer. Es bekommt Gewicht, Bitterkeit, Schärfe. Denn Sucht ist nicht nur… Read more: Sucht: eine eigenständige Krankheit oder eine mögliche Persönlichkeitsstörung?
  • Zwischen Wahn und Wahrheit
    Die fragile Grenze der Psychose EinleitungEs gibt eine Nacht, die nicht dunkel ist, sondern grell. In ihr brennt die Welt zu nahe am Gesicht. Geräusche tragen Absichten, Blicke werden zu Messern, Worte verlassen ihren Platz im Satz. Psychose ist ein Wort wie ein Riss. Zart beginnt er – als Zweifel, als Überschärfe – und dann… Read more: Zwischen Wahn und Wahrheit
  • Das Gefängnis der Normalität
    Warum Anpassung gefährlicher ist als Abweichung Einleitung – Die Tyrannei der NormalitätNormalität. Ein Wort, das beruhigend klingt. „Normal“ ist sicher. „Normal“ ist akzeptiert. „Normal“ ist das, was nicht auffällt. Doch was, wenn genau darin die Gefahr liegt? Was, wenn Normalität selbst zum Gefängnis wird?Was, wenn das, was wir für gesund halten, in Wahrheit eine Krankheit… Read more: Das Gefängnis der Normalität
  • Scham und Schuld – die unsichtbaren Ketten der Seele
    Einleitung – Scham und Schuld: zwei Wörter, ein AbgrundEs sind kleine Wörter. Scham. Schuld. Nur zwei Silben jeweils, kaum hörbar, kaum greifbar – und doch können sie ein ganzes Leben beherrschen. Scham ist das Erröten, wenn wir uns ertappt fühlen. Schuld ist das Gewicht, wenn wir glauben, etwas falsch gemacht zu haben. Beides kennen wir… Read more: Scham und Schuld – die unsichtbaren Ketten der Seele
  • Prüfungsangst und Prokrastination
    Ich sitze hier und starre auf meine Unterlagen. Die Blätter, die Skripte, die Bücher – alles liegt vor mir wie ein Berg, der mir spöttisch ins Gesicht lacht.Und während irgendwo in meinem Hinterkopf eine Stimme mir zuflüstert: „Mach doch einfach. Fang doch an. Du weißt, was zu tun ist.“, da starre ich einfach weiter. Nichts passiert.… Read more: Prüfungsangst und Prokrastination